Katzengraben-Renaturierung

Zur Entstehung und Chronologie DER Katzengrabenrenaturierung

Die EU-WRRL verpflichtet alle Kommunen ihre Gewässer bis 2015 in einen besseren Zustand zu versetzen und die Durchgängigkeit für die Fischwanderung zu ermöglichen.
Der Katzengraben wurde vermutlich in der Zeit um 1920 für die Gersprenz als Hochwasserentlastung angelegt. Die Fließstrecke ist vollständig mit Wasserbausteinen ausgebaut. in den Sommermonaten führt er sowenig Wasser, daß eine Fischwanderung zwischen den Wasserbausteinen nicht möglich ist. Andererseits ist der Katzengraben als Umgehungsgraben die einzige Möglichkeit, um die Fischdurchgängigkeit herzustellen.
Die Wehranlagen von Ober- und Untermühle verhindern die Fischdurchgängigkeit. Durch fehlende Grundstücke im Seitenbereich ist daher der Bau z.B. einer Fischaufstiegsanlage (FAA) nicht möglich.
Aus diesen Gründen wurde auf Initiative des Umweltamtes am 30.9.2002 Herr Günther Schmidt vom Regierungspräsidium Darmstadt eingeladen, um dem Gemeindevorstand das Projekt der Katzengrabenrenaturierung mit Fischdurchgängigkeit vorzustellen. Der GV beschloss am 11.6.2003 einen Förderantrag über 380.000,00 € beim RP zu stellen, um in der 1.Tranche die Grundstücke am Katzengraben von der nördlichen Gemarkungsgrenze bis zum Leo-Steg/ Hans-Geiß-Weg anzukaufen.
Am 30.6.2003 wurde der Förderantrag gestellt, der am 11.8.2005 wegen Ergänzungen wiederholt gestellt werden mußte. Am 22.12.2006 ging der Förderbescheid aus dem Landesprogramm „Naturnahe Gewässer“ über 328.810,00€ bei der Gemeinde ein. 
 

Vor circa 20 Jahren hat die Gemeindeverwaltung Groß-Zimmern damit begonnen, Flächen am Katzengraben anzukaufen. Nun hat die Gemeinde ca. 95% , das entspricht ca. 16,3ha, der Anliegerflächen im Eigentum. Damit beginnt für den Wasserverband die Aufgabe die Renaturierung und Fischdurchgängigkeit umzusetzen.

Dazu sollen bis 1.3.2020 ca. 35 markierte Erlen gefällt werden, um an das Gewässer zu kommen. Ast- und Kronenholz werden auf der Wiese entlang des nördlichen Gemarkungsgrenzfeldweges gelagert und eine Benjes-Hecke angelegt. Mittels Bagger werden stellenweise die Böschungen aufgeweitet. Im Katzengraben soll ein Schreitbagger den Sohlverbau halbseitig entnehmen und an die Ostböschung zur weiteren Ufer- und Böschungssicherung einbauen. Mit diesen Arbeiten wird voraussichtlich ab Ende August 2020 zu rechnen sein, sofern die Untere Naturschutzbehörde nicht einen früheren Zeitraum festlegen wird. Nach der Umsetzung werden die Flächen am Katzengraben entsprechend des derzeitigen Flächenverhältnisses der derzeitigen Bewirtschafter, neu aufgeteilt. Die Flächen sind auch zukünftig ohne Pflanzenschutzmittel und Dünger zu bewirtschaften. Bisher bestehen keine Pachtverträge sondern nur eine kostenfreie Nutzungsüberlassung.
aktualisiert am: 22.10.2020 von: Morris Kiefer
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