Neophyten in unseren Gemarkungen

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Seit Gründung der Pflegegemeinschaft 1993, erfasst das Umweltamt systematisch die Standorte an denen Neophyten wachsen. Diese werden mindesten zweimal pro Jahr begangen und entsprechende Bekämpfungen durchgeführt. Dennoch bitten wir die Bevölkerung auf evtl. neue Standorte ein Augenmerk zu richten und diese dem Umweltamt zu melden.

Die wichtigsten Neophyten die jährlich bekämpft werden, sind: 

1. Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) Nicht berühren, giftig!  Pflanzensaft löst phototoxische Reaktion auf der Haut aus, die schwere verbrennungsartige Verletzungen verursacht. Die bis 3m hohe Pflanze bildet ab Mitte Juni große weiße Dolden aus, die bis zu 10.000 Samen produzieren. Die Pflanze hat einen unangenehmen stechenden, stinkendenden Geruch.

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Fotos von Karl Heinz Knöll

2. Beifußambrosie ( Ambrosia artemisiifolia) Gefährdung durch Kontaktdermatitis bei Berührung und die Pollen der Blüten sind stark allergieauslösend (Heuschnupfen) bis hin zum Asthma. Die bis 1,8m hohe buschig wachsende Pflanze, blüht Ende Juli bis Anfang November. Verbreitung als Verunreinigung im Vogelfutter beigemischt. Deshalb beim Vogelfutterkauf auf die Kennzeichnung “Ambrosia-Samen frei“ achten!

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3. Sacchalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis) ungiftig, durch sein enormes Massenwachstum und einer Wuchshöhe von bis zu 4m Unterdrückung und Verdrängung der einheimischen Vegetation. Verhinderung des Aufwuchses der natürlichen Ufergehölze. Veränderung des natürlichen Aussehens ganzer Flußlandschaften. Verbreitung über Wurzelteile entlang der Gewässer. Sehr problematische Bekämpfung an den Gewässern mittels Herbiziden.

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4. Indisches  Springkraut (Impatiens glandulifera) ungiftig, Problem an den Gewässern und Auenbereichen durch Verdrängung der heimischen Vegetation und Unterdrückung des Uferbewuchses. Nach dem Absterben der Pflanzen im Herbst fehlt die uferbefestigende heimische Vegetation und die ins Wasser fallenden Pflanzenreste führen zur Gewässereutrophierung.

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Indisches Springkraut mit Blüte

aktualisiert am: 13.06.2018 von: Hans-Peter Wejwoda
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